Patagonien

Argentiniens schönste Landschaft

Raue Schönheit Patagonien

Nicht wenige Menschen bezeichnen Patagonien als den wohl schönsten Teil von Argentinien. Diese Region besteht größtenteils aus recht weitläufigen Steppenlandschaften, welche sich mit bergigen Anhöhen abwechseln.
Blick auf den Mount Fitz Roy
Blick auf den Mount Fitz RoySpiegelung des Mount Fitz RoyPerito Moreno GletscherGletscher WanderungGletscher Patagonien
Sehenswürdigkeiten oder bewohnte Häuser finden sich in Patagonien jedoch eher selten – aber genau dies zeichnet das rund 765.000 Quadratkilometer große Gebiet aus. Viele Urlauber schätzen Patagonien vor allem für Trekkingreisen oder ausgebiegen Rundreisen, da sich hierbei Flora und Fauna sehr intensiv bewundern lassen. Um die extremen Weiten der Pampa erforschen zu können, benutzen zahlreiche Reisende ein Pferd, das hier quasi als landestypisches Fortbewegungsmittel gilt.

Das Klima in Patagonien

Als typisches Merkmal Patagoniens gilt vor allen Dingen der recht starke Wind, der in der Regel das ganze Jahr über hinweg von Westen und Süden her weht. Diese sehr feuchten Winde kommen aus dem Stillen Ozean und verlieren ihre Feuchtigkeit in den Anden. Insgesamt erweist sich das Klima im größten Teil Patagoniens als kühl-gemäßigt mit recht langen Wintern – Frühling, Sommer und auch der Herbst sind eher kurz.

Im Allgemeinen muss das Klima hier in den Abschnitt westlich der Anden, sowie in den Teil östlich der Anden geteilt werden. Im Westen Patagoniens fällt recht viel Niederschlag: 5.000 Milliliter pro Jahr und sogar noch mehr sind hier keine Seltenheit. Dagegen ist es östlich der Anden meist sehr trocken, da sich die Feuchtigkeit an der Westseite der Anden abregnet – in diesem Gebiet kann mit etwa 100 Milliliter jährlichem Niederschlag gerechnet werden. Die Häufigkeit der Niederschläge ist jedoch in der gesamten patagonischen Region recht gleichmäßig verteilt.

Die Ökologie Patagoniens

Prinzipiell zählt Patagonien zu den Wüstenlandschaften: Der Boden besteht überwiegend aus Vulkangestein, wodurch sich die Mischung aus Steppe und Gebirge herausgebildet hat. Die Flora der Steppe ist eher spärlich. Ganz im Gegensatz zu den Gebirgsregionen – denn hier ist es genau umgekehrt. Die Fauna hingegen ist im ganzen Gebiet sehr überwältigend. Wobei die Zahl der verschiedenen Vogelarten relativ gering ist. Säugetiere, insbesondere Nagetiere, finden sich allerdings ungewöhnlich viele. Ferner gibt es zahlreiche Reptilien, wie beispielsweise Eidechsen, Frösche, Kröten sowie einige Amphibien. An der Küste und im Meer ist die Vielfalt der Vögel und Meerestiere jedoch sehr interessant.

Wirtschaft in Patagonien

Eine äußerst wichtige Rolle in der Wirtschaft Patagoniens spielt natürlich die Viehzucht. Wobei vor allem die Schaftzucht, aber auch die Fischerei wichtige Einnahmequellen für die Bewohner darstellen. Ferner zählen der Abbau von Kohle und Erdöl sowie der Tourismus zu den lukrativsten Einkommen der gesamten Region. Die Dichte der Bevölkerung in Patagonien ist im Allgemeinen sehr niedrig: lediglich eine Person pro Quadratkilometer.